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Objektivierung von Frauen in der Werbung

Juni 1, 2011 1 Kommentar

In diesem kurzen Video erklärt Jean Kilbourne sehr eindrucksvoll, wie Frauen(bilder) in Werbung zu Objekten stilisiert werden. Sehr sehenswert!

gefunden bei MoveOn.org

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RTL erklärt Gender-Mainstreaming

Danke an Lemmy fürs Draufaufmerksammachen!

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Was macht eigentlich … ?

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Antwort der BVG

Juni 1, 2010 1 Kommentar

Für mich positiv überraschend erhielt ich heute eine mail der BVG, als Antwort auf dieses hier:

Sehr geehrte Frau … ,

Wir bedauern es sehr dass Sie ein solch negatives Ereignis mit uns erlebt haben.

Und für den von Ihnen erlebten Vorfall möchten wir uns recht herzlich entschuldigen.

Dieses Thema ist sicherlich sehr heikel und wir werden Ihre Anmerkung nochmals zum Anlass nehmen

uns in Zukunft mit derartigen Werbepartnern anders zu verständigen.

Wir finden es sehr wichtig das Sie sich als Kunde mit unserem Unternehmen so auseinandersetzen, wollten Sie aber auf keinen Fall provozieren.

Daher werden wir diesen speziellen Fall mit unserer Werbeabteilung durchsprechen und eine für alle Beteiligte akzeptable Lösung finden.

Gerne möchten wir Sie auch weiterhin als unseren Kunden begrüßen dürfen und wünschen Ihnen

allzeit gute Fahrt mit Ihrer BVG

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Peter H.

Kundenservice

FVM-B3

iPLZ: 43431

Tel.: +49 30 19 449

Fax: +49 30 256-49256

Mail: info@BVG.de


___________________________________________________________________

Berliner Verkehrsbetriebe (BVG)
Anstalt des oeffentlichen Rechts
Holzmarktstraße 15-17, 10179 Berlin
Telefon: +49 30 256-0
Telefax: +49 30 256-49256
http://www.BVG.de

Vorstand:
Andreas Sturmowski (Vorsitzender)
Henrik Falk
Lothar Zweiniger

Vorsitzender des Aufsichtsrates:
Senator Dr. Ulrich Nußbaum

Sitz: Berlin
AG Charlottenburg, HRA 31152
____________________________________________________________________

Vielen Dank auch von hieraus, ich bin gespannt auf die Lösungen.

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Die BVG und das Bordell

Mai 17, 2010 19 Kommentare

Vor ein paar Tagen war ich in der Stadt unterwegs und eine Strassenbahn kreuzte meinen Weg.

Eine Strassenbahn mit einem Werbeschriftzug – na und? Und Artemis ist in der griechischen Mythologie die Göttin der Jagd, des Waldes und auch die Hüterin der Frauen und Kinder – ist doch super. Aber falsch gedacht – hier wird weder für Griechenland noch dort ansässige Göttinnen geworben. Das „Artemis“ ist Berlins grösstes Bordell, von dem die Eigentümer verharmlosend als „FKK und Saunaclub“ reden.

Werbung, wie die an den BVG-Strassenbahnen ist seit der Einführung des Prostitutionsgesetzes im Januar 2002 möglich. „Seither ist das einst als „sittenwidrig“ geächtete, halblegale Geschäft für die nun legalen Bordellbetreiber und Zuhälter (sowie auch für die illegalen Menschenhändler) eine gesellschaftsfähige und noch gewinnbringendere Sache. Die Prostitution ist rausgekommen aus ihrer Schmuddelecke und eingezogen in die Mitte der Gesellschaft.“ stellt die Emma fest.
Im selben Artikel wird klargestellt, dass die beabsichtigte Besserstellung der Prostituierten durch die Reform des Gesetzes fatale Folgen hatte. Unter anderem wurde der Strafrechtsparagraph „Förderung der Prostitution“ (§180a StGB) – „und damit auch eine Zugriffsmöglichkeit gegen Frauenhandel und Zwangsprostitution via Razzien in Bordellen und einschlägigen Wohnungen“ – ersatzlos gestrichen. Eine Nachbesserung des Prostitutionsgesetzes ist zwingend notwendig!

Aber zurück zur Strassenbahn-Werbung: Ich bin der Meinung, solch eine Reklame hat im öffentlichen Raum nichts zu suchen. Sie suggeriert vor allem Kinder und Jugendlichen, dass Frauen Ware sind und Prostitution „normal“. Da davon auszugehen ist, dass mindestens die Hälfte (wenn nicht sogar zwei Drittel) der geschätzten 400000 Prostituierten in Deutschland dazu gezwungen werden (wenn die schlechte wirtschaftliche Lage von Frauen zu Grunde gelegt wird, sprechen einige auch von 95% aller Prostituierten), meine ich, dass die BVG mit der „Artemis“-Werbung den Frauenhandel und Zwangsprostitution relativiert.

Auf der Kontakt-Seite der BVG kann Jede_r eine Nachricht hinterlassen und ich habe heute Folgendes geschrieben:

Die BVG wirbt auf ihren Fahrzeugen für das Bordell „Artemis“. Durch diese Werbung wird suggeriert, dass Frauen Ware sind und Prostitution ist O.K. Da mindestens die Häfte der Prostituierten in Deutschland zur Prostitution gezwungen werden, relativiert die BVG mit dieser sexistischen Werbung meiner Meinung nach indirekt den Frauenhandel und Zwangsprostitution. Da auch viele Kinder und Jugendliche mit Bussen und Bahnen der BVG unterwegs sind, trägt die BVG hier eine hohe Verantwortung. Ich fordere Sie hiermit dazu auf, die „Artemis“-Werbung aus dem öffentlichen Raum zu entfernen. MFG …

Ich bin gespannt auf die Antwort.

Zu sexistischer Werbung im öffentlichen Raum hat auch Verena bei der Mädchenmannschaft einen Artikel geschrieben.