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Posts Tagged ‘Netzpolitik’

Facebook, Facebook und (k)ein Ende

Dass Facebook böse ist und die Privatssphäre seiner user nicht respektiert, das wissen mittlerweile die meisten – zumindestens die Leute, die sich täglich im Netz bewegen.

Wer bei Facebook einen account hat und sich nicht weiter auf Versprechungen seitens der Betreiber verlassen will, sollte sich das Facebook-Privatspären-Einmaleins der Grünen mal anschauen (gefunden bei netzpolitik.org) . Wem das zu lange dauert, findet hier ein kleines Tool zum Überprüfen des Facebook-Profils und zum Korrigieren der Sicherheitseinstellungen (gefunden bei golem.de).

Und wem dieses ganze Privatsphären-HickHack mit Facebook langsam zuviel wird und dem Ganzen  ein Ende bereiten möchte, sollte seinen account löschen und sich eine Alternative suchen. Wann und wie das geschehen kann und welche Alternativen es gibt, erfährt der/die Interessierte bei den Leuten von Quit Facebook Day (gefunden bei einem Freund, der nicht genannt werden will).

Verkaufe Deine Rechte

Es gibt eine neue alternative Idee für ein Konzept zur Vermarktung von künstlerischen Werken. John Kelsey und Bruce Schneier nennen ihre Idee „Street Performer Protocol„.

In Verwendung dieses Protokolls würden Menschen
Spenden in die Obhut eines Treuhänders geben,
die an dann an einen Autor ausgeschüttet werden,
wenn das versprochene Werk der Allgemeinheit zur
Verfügung gestellt wird (Public Domain). Das Protokoll
hat das Potential, alternative oder “marginale”
Werke zu finanzieren.

Ich denke, dieses Protokoll könnte auch im grösseren Massstab funtionieren. Der Argon-Verlag versucht dies jetzt mit einer Hörbuchproduktion. Wenn die Kosten für die Produktion innerhalb einer bestimmten Zeit durch Spenden finanziert werden, stellt der Verlag das Hörbuch zum freien Donwload ins Netz. Die Aktion endet am 16.Mai.

Benutzt wird hier die Plattform „Sell Your Rights„, die aber leider nur mit paypal zusammenarbeitet. Vielleicht lassen sich da noch Alternativen finden, ansonsten ist das Projekt ein guter Ansatz, wie ich finde.

golem.de berichtete  darüber und führte ein Interview mit dem Autor des Romans der Hörbuchproduktion.

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Geert Lovink: Netzkulturen und Gegenöffentlichkeit

Wie hier schon angekündigt, ist Geert Lovinks Vortrag  „Netzkulturen und Gegenöffentlichkeit“ auf der re:publica 2010 nun online. Nach einer etwas lägeren Einleitung folgen Geerts Ausführungen zu web 2.0 und sozialen Bewegungen. Absolut sehens- und hörenswert!

Miriam Meckel auf der re:publica 2010

Unter dem Titel „This object cannot be liked“ hielt Miriam Meckel auf der re.publica ein wunderbaren Vortrag über deterministische Algorythmen, menschliches Ermessen, Zufall, Freiheit, Überwachung und Gesellschaft.

Nun ist die Rede online. Unbedingt anschauen! Die Stunde lohnt sich! Aber Vorsicht – es ist nichts zum nebenher gucken.

Wer mehr über Miriam Meckel erfahren möchte, wird hier fündig.

Geert Lovink auf der re:publica 2010

April 20, 2010 2 Kommentare

Von den Vorträgen, die ich via Live-Stream sehen konnte, gefiel mir der von Geert Lovink über „Netzkulturen und Gegenöffentlichkeit“ am besten Wer Geert Lovink nicht kennt, kann hier mehr über ihn erfahren.

In seinem Vortrag auf der re:publica verdeutlichte Lovink sehr gut nachvollziehbar die Unsinnigkeit von politischen Aktivismus im Web 2.0 ohne eine dahinterstehende soziale Bewegung. Ich hoffe, das Video vom Vortrag wird bald online sein. Bis dahin empfehle ich das Interview, das dctp.tv mit Geert Lovink geführt hat. Dieses ist hier zu finden.

Nestlé, Greenpeace, Orang Utans und ein Video

Greenpeace hat einen Spot gedreht, der mittels Kit-Kat-Werbesatire auf die Beteiligung des Nestlé-Konzerns an der  Urwaldzerstörung aufmerksam machen soll. Nestlé kauft Palmöl von der Firma Sinar Mas, die für ihre Plantagen grosse Teile des Regenwaldes abholzt und zerstört damit nicht nur den Lebensraum von Orang Utans. Leider beschränkt sich Greenpeace in seinem Spot auf die Verurtailung des Verbrechens gegen diese bedrohte Tierart und zeigt nicht die direkten Auswirkungen der Regenwaldabholzung auf die indigene Bevölkerung Südamerikas. Aber das ist anscheinend auch nicht das Kampfgebiet von Greanpeace.

Die Werbesatire ist jedenfalls gut gelungen und tauchte bei Youtube auf. Nestlé liess das Video wegen angeblicher Copyright-Verletzungen entfernen und hat nun den Nestlé-Produktfreien Salat: Das Video verbreitet sich in Windeseile im Netz und ist jetzt auch hier zu sehen. 🙂

Vielen Dank an Lemmy fürs Drauf-Aufmerksam-Machen!

Mein Profil gehört mir?!

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg findet Privatsphäre überholt. Hat er Recht? Einerseits veröffentlichen zunehmend mehr Menschen im Internet Informationen über sich. Andererseits wachsen Kritik und Protest gegen Datenspeicherung und Überwachung – sei es durch Konzerne wie Google oder Regierungen. Wie also sieht die Privatsphäre im 21. Jahrhundert aus?

Es diskutieren:
Christian Heller (Futurist)
Michael Horn (Chaos Computer Club)
Anne Roth (Bloggerin)
Timo Luthmann (mensch.coop)

Moderation:
Julia Seeliger (taz)

Zeitraum:
13.04.2010, 19:30 Uhr – 21:30 Uhr
Adresse:
Rudi-Dutschke-Str. 23
10969
Berlin
Ankündigung

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