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Posts Tagged ‘Musik’

Wofür ist eigentlich dieses Diskettenlaufwerk gut?

gefunden bei golem.de

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Für Lemmy

Mai 25, 2010 1 Kommentar

Leo Ferré: Les Anarchistes

Deutscher Text von der Seite http://www.leoferre.de/texte.html

Unter Hundert ist nicht einer von ihnen und dennoch, es gibt sie
Die meisten Spanier, die wissen wollten, weshalb
man annehmen sollte, daß man sie in Spanien nicht versteht
Die Anarchisten
Sie haben alles eingesammelt
Ohrfeigen und Pflastersteine
Sie haben so sehr gemault
Daß sie noch immer maulen können
Sie stehen volles Herz voraus
Mit ihren darin verankerten Träumen
Und der von abgedrehten Ideen
Schon zernagten Seele
Unter Hundert ist nicht einer von ihnen und dennoch, es gibt sie
Die meisten unerkannt oder vielleicht doch ein wenig
Die man niemals sieht, außer wenn man Angst vor ihnen hat
Die Anarchisten
Sie sind hunderttausendfach gestorben
Umsonst und weshalb?
Mit der Faust voller Liebe
Auf den Tisch oder in die Luft
Mit dem Ausdruck Geköpfter
Der das Blut spritzen läßt
Haben sie so sehr draufgehauen
Daß sie noch immer draufhauen können
Unter Hundert ist nicht einer von ihnen und dennoch, es gibt sie
Und wenn es denn mit Arschtritten losgehen soll
Sollte nicht vergessen werden, daß sie auf die Straße gehen
Die Anarchisten
Sie haben eine schwarze Fahne
für die Hoffnung, auf Halbmast
Und die Melancholie
Um durchs Leben zu treiben
Messer um das Brot der
Freundschaft zu teilen
Und nicht zu vergessen:
Verrostete Waffen
Unter Hundert ist nicht einer von ihnen und dennoch, es gibt sie
Und sie halten sich gut, so untergehakt
Joyeux, und deshalb sind sie immer aufrecht
Die Anarchisten

traduction Erich Meier

gefunden bei Konstantin Wecker

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30 Jahre Bad Religion

Seit 1980 rocken Bad Religion die Welt.

Anlässlich des 30.Geburtstages (ich werd wohl auch nicht jünger…) stellt die Band ihr neues Live-Album hier für die Leute zur Verfügung, die sich in ihre mailinglist eintragen.

Happy Birthday Bad Religion 🙂

gefunden bei den Musikpiraten

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Liebe Ulrike

Mai 2, 2010 1 Kommentar

Der 1.Mai ist vorbei. Die alljährliche Antifa-Autonomen-Love/Hate-Parade hat in Kreuzberg ihre Spuren hinterlassen und die letzten Rauchschwaden sind verzogen. Manchmal frage ich mich, was so ein Riesentruck kostet und ob mit dem Geld nicht sinnvollere politische Arbeit zu leisten wäre…
Nun gut, wenigstens hatten die deutschen Nazis kaum Gelegenheit, ihren geistigen Dünnpfiff in die Städte zu ergiessen.

In den Tagen vor dem diesjährigen 1.Mai ging mir ein Lied wieder und wieder durch den Kopf, das ich Mitte/Ende der Neunziger – ich weiss nicht mehr wo – zum ersten Mal hörte. Damals wusste ich nicht, dass es zwei Bands mit dem Namen „Pankow“ gab/gibt und dachte, der Song wäre von der ostdeutschen Rockband. Heute weiss ich es besser 🙂 . Jedenfalls war ich absolut begeistert von der Musik und dem Text.

In Berlin tobte der Kampf um die letzten besetzten Häuser und Freiräume. Nahezu täglich gab es Demos und Aktionen. Kohl war noch Bundeskanzler und „wir“ lebten oder zumindestens lasen radikal. Ich erinnere mich an die endlosen Plena und an die Ideen, die nicht selten zu wunderbaren Aktionen oder Experimenten gediehen – die vielen illegalen Kneipen und Parties, die durchgemachten Nächte. Manchmal vermisse ich diese Zeit und dieses Berlin.
Das ist ein Teil meines Lebens und ich bin dankbar dafür und hoffe, ich kann meinen Kindern etwas davon mitgeben… und vielleicht, ja vielleicht …

Ich mag ich diesen Song immer noch und bin Menschen wie Jutta Ditfurth dankbar, dass sie an Menschen erinnern, an Menschen wie Ulrike Meinhof, die nicht nur RAF war …

Musik und Text:  Pankow

Textsammlung Ulrike Meinhof: Jutta Ditfurth – hier einsehbar

In loser Folge schreibe ich hier unter der Kategorie „Lieder, die meine Welt beweg(t)en“ über den Soundtrack meines Lebens.

Monarchie und Alltag – Hier und Jetzt

Während andere Bands mit der Neuen Deutschen Welle in der Bedeutungslosigkeit ertranken, produzierten die „Fehlfarben“ eins der grossartigsten Werke jüngerer deutscher (Rock)Musikgeschichte – schon das Bild auf dem Cover der Platte ist mehr als genial.

1980 erscheint „Monarchie und Alltag“ und erschüttert etwas später mein aufkeimendes (musikalisches) Weltbild. Der eindringliche Gesang Peter Heins und der unverwechselbare Gitarrensound von Thomas Schwebel begleiten mich seit meiner Jugend bis heute. Die poetischen Texte der Fehlfarben suchen bis heute ihresgleichen in der Musiklandschaft. Keine anderes Album schaffte es,  mein Lebensgefühl in den 80er so treffend zu beschreiben wie „Monarchie und Alltag“. Und die Songtexte haben nichts von ihrer Aktualität verloren.

Jedes Lied (und ich meine JEDES Lied) auf der „Monarchie und Alltag“ bewegt(e) auf seine Weise meine Welt. Vor nicht allzulanger Zeit hatte ich das sehr grosse Vergnügen die „Fehlfarben“ endlich mal live auf der Bühne zu erleben. Ein grandioses Konzert, das mit alten und neuen Songs echt nach vorne ging! Die Besetzung der Band hat sich teilweise geändert, was dem Sound aber keinen Abbruch tat. Unbedingte Empfehlung: Wenn „Fehlfarben“ in der Nähe – dann hingehen!

Exemplarisch ist hier und jetzt der Song „Hier und Jetzt“ zu hören.

Die Schatten der Vergangenheit,
Wo ich auch geh, da sind sie nicht weit
Ich weiß nicht einmal, wer ich bin
In der Zeitung zu lesen, das hat keinen Sinn

Die zweite Hälfte des Himmels könnt ihr haben,
Das Hier und das Jetzt, das behalt ich!

Die Gegenwart ist auch nicht berauschend,
Es gibt zuviele Leute, die mich belauschen,
Ich weiß nicht einmal wo ich bin,
Im Radio zu hören, das hat keinen Sinn.

Die zweite Hälfte des Himmels könnt ihr haben,
Das Hier und das Jetzt das behalt ich!

Die Zukunft wird auch nicht bewältigt,
Der Kopf ist größer als der Hut,
Ich weiß nicht mehr, woher der Wind weht,
Ganz egal was im Wetterbericht steht.

Die zweite Hälfte des Himmels könnt ihr haben,
Denn im Hier und Jetzt, da seh ich nur mich!

Die zweite Hälfte des Himmels könnt ihr haben,
Das Hier und das Jetzt das behalt ich!

In loser Folge schreibe ich hier unter der Kategorie „Lieder, die meine Welt beweg(t)en“ über den Soundtrack meines Lebens.

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Willem

In loser Folge werde ich hier unter der Kategorie „Lieder, die meine Welt beweg(t)en“ über den Soundtrack meines Lebens schreiben.

Den ersten Beitrag widme ich aber keinem bestimmten Song, sondern dem Mann, der mit seiner Radiosendung „Top Fofftein“ in den frühen Achtzigern massgeblich die Anfänge meiner musikalischen Selbsfindung und -befreiung begleitete: Wilken F. Dincklage bekannt auch als Willem.

In der DDR gab es leider keine Radiosender, die  die neuesten Hits (die mit wenigen Ausnahmen alle aus dem Westen kamen) spielten und an Westplatten heranzukommen war quasi unmöglich. Der einzige Weg, sich die begehrten Titel zu besorgen, war für mich, jeden Sonnabend von 9.°° – 11.°° mit dem Kassettenrecorder amRadio bei NDR 2 zu hängen und zu hoffen, dass Willem nicht zuviel und zu früh in die Titel quatschte. Aber dann ich hatte „meine Musik“ auf Band! Wahnsinn!

Ich kann mich noch erinnern, wie stolz ich war, „Jeanny“ von Falco auf Band zu haben, nachdem der Song von vielen Radiostationen nicht mehr gespielt wurde und fast auf dem Index landete – aber dank Willem hatte ich ihn!
Danke Willem und R.I.P.
Wer nicht weiss, von wem ich rede, sollte sich folgendes Video anschauen und sich erinnern – alle anderen natürlich auch!  🙂

Als ich später meinen Musikgeschmack spezialisierte und mich von Mainstreamhits abwandte, landete ich bei DT64, der für mich beste Sender, den es bisher gab. 😉

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