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Posts Tagged ‘Internet’

Wofür ist eigentlich dieses Diskettenlaufwerk gut?

gefunden bei golem.de

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Nichts zu verlieren

Vor ein paar Monaten las ich im Missy-Gastblog von Medienelite aka Lantzschi folgende Zeilen:

So kam ich nämlich zu einer Erklärung, warum es mir nicht möglich ist, einen universellen queeren Standpunkt einzunehmen. Ich denke selten queer. Queers sind mir zu frei, zu selbstbestimmt, zu offen, zu wenig identitär. Das ist keine Kritik an queeren Interventionen, sondern an mir selbst. Ich will einfach nicht so sein. Ich habe Angst davor, Angst ohne meine gewohnten Pfeiler auskommen zu müssen, Angst mich überfordert zu fühlen, wo mich doch jetzt schon feministische oder gendersensible Denke überfordert, weil ich damit immer wieder auf neue Problemfelder stoße.

Insofern kann ich nachvollziehen, warum es Menschen gibt, die an naturalisierten und essenzialistischen Welterklärungen festhalten, weil auch ich dies tue – nur irgendwie mit einer anderen Perspektive. Ich stehe an einem anderen Grundpfeiler ein paar Meter weiter links oder rechts, vorn, hinten, oben, unten, egal.

Grundpfeiler sollten also nicht auf Teufel komm raus eingerissen, sondern beständig vervielfältigt werden. So bleiben am Ende für alle genug Pfeiler übrig, um ihre Parzelle ganz unabhängig und frei mit Leben zu füllen, Macht über das eigene Handeln zu bekommen. Denn ohnmächtig will sich niemand fühlen.

Spontan musste ich an ein Lied denken, welches mir immer wieder Gänsehaut macht. Die Textzeilen „Wir haben nichts zu verlieren ausser unsere Angst/Es ist unsere Zukunft, unser Land./Gib mir deine Liebe, gib mir deine Hand.“  beschreiben ziemlich genau meine Reaktion auf die Worte von Lantzschi.

Ich kenne die Angst, Grundpfeiler einzureissen, die uns scheinbar Sicherheit geben. Genau diese Pfeiler aber stehen einer Begegnung von Mensch zu Mensch im Weg und nur in dieser Begegnung steckt die Hoffnung auf wahre Freiheit. Versuchen wir also täglich, diese Angst abzustreifen und uns die Hände zu reichen. Dann wird es keine Macht geben, die unser Handeln bestimmt.

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Warum Frauen Kataloge brauchen…

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Facebook, Facebook und (k)ein Ende

Dass Facebook böse ist und die Privatssphäre seiner user nicht respektiert, das wissen mittlerweile die meisten – zumindestens die Leute, die sich täglich im Netz bewegen.

Wer bei Facebook einen account hat und sich nicht weiter auf Versprechungen seitens der Betreiber verlassen will, sollte sich das Facebook-Privatspären-Einmaleins der Grünen mal anschauen (gefunden bei netzpolitik.org) . Wem das zu lange dauert, findet hier ein kleines Tool zum Überprüfen des Facebook-Profils und zum Korrigieren der Sicherheitseinstellungen (gefunden bei golem.de).

Und wem dieses ganze Privatsphären-HickHack mit Facebook langsam zuviel wird und dem Ganzen  ein Ende bereiten möchte, sollte seinen account löschen und sich eine Alternative suchen. Wann und wie das geschehen kann und welche Alternativen es gibt, erfährt der/die Interessierte bei den Leuten von Quit Facebook Day (gefunden bei einem Freund, der nicht genannt werden will).

Beziehungen im web 2.0

Mai 6, 2010 1 Kommentar

Antje Schrupp hat in ihrem Blog wieder einen sehr interessanten Artikel geschrieben. Ihr geht es diesmal um sich verändernde Beziehungsstrukturen und daraus resultierende Neuorientierungen in sozialen Fertigkeiten.

Sehr lesenswert – Danke Antje 🙂

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Verkaufe Deine Rechte

Es gibt eine neue alternative Idee für ein Konzept zur Vermarktung von künstlerischen Werken. John Kelsey und Bruce Schneier nennen ihre Idee „Street Performer Protocol„.

In Verwendung dieses Protokolls würden Menschen
Spenden in die Obhut eines Treuhänders geben,
die an dann an einen Autor ausgeschüttet werden,
wenn das versprochene Werk der Allgemeinheit zur
Verfügung gestellt wird (Public Domain). Das Protokoll
hat das Potential, alternative oder “marginale”
Werke zu finanzieren.

Ich denke, dieses Protokoll könnte auch im grösseren Massstab funtionieren. Der Argon-Verlag versucht dies jetzt mit einer Hörbuchproduktion. Wenn die Kosten für die Produktion innerhalb einer bestimmten Zeit durch Spenden finanziert werden, stellt der Verlag das Hörbuch zum freien Donwload ins Netz. Die Aktion endet am 16.Mai.

Benutzt wird hier die Plattform „Sell Your Rights„, die aber leider nur mit paypal zusammenarbeitet. Vielleicht lassen sich da noch Alternativen finden, ansonsten ist das Projekt ein guter Ansatz, wie ich finde.

golem.de berichtete  darüber und führte ein Interview mit dem Autor des Romans der Hörbuchproduktion.

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Geert Lovink: Netzkulturen und Gegenöffentlichkeit

Wie hier schon angekündigt, ist Geert Lovinks Vortrag  „Netzkulturen und Gegenöffentlichkeit“ auf der re:publica 2010 nun online. Nach einer etwas lägeren Einleitung folgen Geerts Ausführungen zu web 2.0 und sozialen Bewegungen. Absolut sehens- und hörenswert!