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Monarchie und Alltag – Hier und Jetzt

Während andere Bands mit der Neuen Deutschen Welle in der Bedeutungslosigkeit ertranken, produzierten die „Fehlfarben“ eins der grossartigsten Werke jüngerer deutscher (Rock)Musikgeschichte – schon das Bild auf dem Cover der Platte ist mehr als genial.

1980 erscheint „Monarchie und Alltag“ und erschüttert etwas später mein aufkeimendes (musikalisches) Weltbild. Der eindringliche Gesang Peter Heins und der unverwechselbare Gitarrensound von Thomas Schwebel begleiten mich seit meiner Jugend bis heute. Die poetischen Texte der Fehlfarben suchen bis heute ihresgleichen in der Musiklandschaft. Keine anderes Album schaffte es,  mein Lebensgefühl in den 80er so treffend zu beschreiben wie „Monarchie und Alltag“. Und die Songtexte haben nichts von ihrer Aktualität verloren.

Jedes Lied (und ich meine JEDES Lied) auf der „Monarchie und Alltag“ bewegt(e) auf seine Weise meine Welt. Vor nicht allzulanger Zeit hatte ich das sehr grosse Vergnügen die „Fehlfarben“ endlich mal live auf der Bühne zu erleben. Ein grandioses Konzert, das mit alten und neuen Songs echt nach vorne ging! Die Besetzung der Band hat sich teilweise geändert, was dem Sound aber keinen Abbruch tat. Unbedingte Empfehlung: Wenn „Fehlfarben“ in der Nähe – dann hingehen!

Exemplarisch ist hier und jetzt der Song „Hier und Jetzt“ zu hören.

Die Schatten der Vergangenheit,
Wo ich auch geh, da sind sie nicht weit
Ich weiß nicht einmal, wer ich bin
In der Zeitung zu lesen, das hat keinen Sinn

Die zweite Hälfte des Himmels könnt ihr haben,
Das Hier und das Jetzt, das behalt ich!

Die Gegenwart ist auch nicht berauschend,
Es gibt zuviele Leute, die mich belauschen,
Ich weiß nicht einmal wo ich bin,
Im Radio zu hören, das hat keinen Sinn.

Die zweite Hälfte des Himmels könnt ihr haben,
Das Hier und das Jetzt das behalt ich!

Die Zukunft wird auch nicht bewältigt,
Der Kopf ist größer als der Hut,
Ich weiß nicht mehr, woher der Wind weht,
Ganz egal was im Wetterbericht steht.

Die zweite Hälfte des Himmels könnt ihr haben,
Denn im Hier und Jetzt, da seh ich nur mich!

Die zweite Hälfte des Himmels könnt ihr haben,
Das Hier und das Jetzt das behalt ich!

In loser Folge schreibe ich hier unter der Kategorie „Lieder, die meine Welt beweg(t)en“ über den Soundtrack meines Lebens.

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