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Schlosspark Theater – die Fortsetzung

Februar 19, 2012 5 Kommentare

 

 

Vorsicht – folgender Text enthält explizite Abbildungen und ironische Passagen!

 

 

Da steige ich neulich am Herrmannplatz in Neukölln aus der U7, geh die Treppen hoch und mein Blick fällt auf diese bildliche Darstellung ähm… von was eigentlich? Beim näheren Hinsehen stelle ich nicht nur fest, dass die Frau auf dem Bild tatsächlich komplett nackt ist, es handelt sich hier auch nicht um das neue Spiegelcover, das mich zu provozieren sucht. Nein – verantwortlich zeichnet sich hier das allseits bekannte Schlosspark Theater Berlin, welches sich in den letzten Wochen ja schon mit anderen Ergüssen seines hochkulturellen Repertoirs hervor tat.

Nun, denke ich mir, da hat sich das Schlosspark Dingens diesmal das Thema Sexismus rausgepickt, um es, wie bei dem anderen Stück zum Thema Rassismus, tiefergehend zu behandeln.
Bei meiner Recherche zum titelgebenden Spiegel-Bestseller-Roman von Hans Rath muss ich auch nicht lange suchen. In der Anzeige eines grosses Bücherversandhauses werde ich fündig:

Kurzbeschreibung

Habe ich noch eine Affäre oder schon eine Beziehung? Kann ein Vollbart zwischen einem Mann und seiner wahren Liebe stehen? Und wie stoppe ich den ehrgeizigen Junior-Kollegen, der mit der Tochter des Chefs ins Bett geht? Paul sucht Antworten. Genau wie sein Verbündeter und Kollege Schamski, sein Freund Günther und der arbeitslose Künstler und Chauffeur Bronko. Die drei ziehen nach verschiedenen persönlichen Katastrophen bei Paul ein. Ab sofort schwinden dessen Weinvorräte rapide, dafür ist nachts schon mal eine nackte Sekretärin in der Küche anzutreffen …

Der Verlag über das Buch

Interview mit Hans Rath

Affäre, Beziehung, große Liebe – wer blickt da schon durch? Paul, der Held des Romans „Man tut, was man kann“, jedenfalls nicht. Im Amazon.de-Interview verrät uns Autor Hans Rath u. a., was man durch Sex über sich selbst erfahren kann, wie Männer am liebsten Beziehungsfrust sublimieren und warum man eigentlich nie aufs „nächste Mal“ vorbereitet ist.

Frage: Paul trifft Kathrin, sie haben Spaß miteinander, gehen ins Bett – eigentlich eine einfache Kiste. Was ist dann Pauls Problem?

Hans Rath: Paul hat wahrscheinlich eine Grundregel menschlicher Beziehungen erkannt, die da lautet: Sex allein ist eigentlich nie das Problem; aber meistens fangen alle Probleme damit an.

Frage: Kathrin will nach dem Sex wissen, was Paul denkt – der will nur weg. Sind beide die männlichen und weiblichen Beziehungsarchetypen?

Hans Rath: Spielt das eine Rolle? Selbst wenn wir haarklein analysieren und verstehen könnten, wie die Liebe funktioniert, stünden wir beim nächsten Mal ja doch wieder wie der Ochs vorm Berg.

Frage: Sex – so erfährt man von Paul, „hat eine Menge mit einem selbst zu tun“. Was vermittelt uns diese Weisheit über Paul?

Hans Rath: Paul sagt es zu einem Teenager, und für dieses Alter stimmt der Satz. Später spalten wir viele Dinge von uns ab. Berufe, Beziehungen, ganze Lebensentwürfe haben oft nichts mehr mit den Menschen zu tun, die sie ausfüllen. Sex ist aber ein Indikator. Bevor Leute merken, dass sie kreuzunglücklich sind, stellen sie oft fest, dass es im Bett nicht mehr so gut läuft.

Frage: Sex, eine Affäre, eine Beziehung – das ist Pauls Modell einer Stufenrakete, wenn es darum geht, über sein Verhältnis zu Frauen zu grübeln. Wie weit kommt er innerhalb dieser Hierarchie?

Hans Rath: Es reicht nicht zu einer Beziehung, aber eine Affäre bringt Paul durchaus zustande – zumindest nach seiner eigenen Klassifikation. Sein System ist der Versuch, die Kontrolle zu behalten – was in der Liebe ja bekanntlich ein ziemlich aussichtsloses Unterfangen ist.

Frage: Eher unfreiwillig wird Pauls Wohnung zu einer Männer-WG, in der sich Verlassene, Ausgestoßene und Frustrierte treffen – während die Frauen irgendwie ihren Weg gehen. Sind einmal mehr die XY-Chromosomenträger die Verlierer?

Hans Rath: Gewinnen und Verlieren sind in Herzensangelegenheiten relative Größen. Ich glaube, nirgendwo sonst werden so viele Pyrrhus-Siege gefeiert wie im Lotterbett und vor dem Traualtar.

Frage: Dr. Paul Schuberth hat auch noch einen Beruf, ist Personalverantwortlicher in einem großen Unternehmen. Ist das der Ort, um beziehungstechnische Frustrationen zu sublimieren?

Hans Rath: Unter all jenen Dingen, mit denen beziehungstechnischer Frust sublimiert werden kann, hat der Job bei Männern nach meiner Vermutung einen der vorderen Plätze. Alkohol, Autos, Sport und Vereine würde ich ebenfalls unter den Top Five vermuten.

Die Fragen stellte Henrik Flor, Literaturtest.

Quelle: http://www.amazon.de/Man-tut-was-man-kann/dp/3805208707

Aha …

Sexistischer Kackscheiss!

(Warum habe ich eigentlich nie diese grossen Klebebanner dabei, wenn ich sie brauche?)

Montagmorgen

Januar 31, 2011 2 Kommentare

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Ikea macht den Unterschied

Januar 29, 2011 6 Kommentare

Da vor kurzem in unserer Nähe ein neues Ikea-Haus seine Pforten öffnete, nutzten wir die Gunst eines freien Tages und statteten diesem einen Besuch ab – nicht ganz ohne konsumorientierte Hintergedanken natürlich. Wir waren etwas zu früh dran und nur das hauseigene Restaurant hatte geöffnet. Der Entschluss, das kostengünstige Frühstück zu geniessen, war schnell gefasst. Im Folgenden kam es zu zwei bemerkenswerten Begebenheiten, die ich hier kurz schildern möchte.
Zunächst wurde ich in der Schlange an der Kasse Zeuge eines Dialoges zweier älterer Menschen, von denen zumindestens er anscheinend das erste Mal bei Ikea war:

Er: „Und wie ist das denn nun mit Kaffee? Bekomme ich dann nen Chip – oder was?“
Sie: „Du nimmst einfach deine Tasse und kannst sie so oft nachfüllen, wie du möchtest.“
Er: „Oh – das ist ja wie im Sozialismus… das ist ja wie im Kommunismus!“

Das zweite Ereignis war der Toilettengang, bei dem der kleine aber feine Unterschied zwischen einem deutschen und einem schwedischen Kaufhaus deutlich wurde – aber seht selbst:

 

Danke Ikea!

Nein – ich bekomme keine Provision vom Ikea-Konzern und eigentlich finde ich es traurig, dass bei allen öffentlichen Toiletten, die ich kenne, nur ersteres Schild die Norm ist.

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Was macht eigentlich … ?

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Mehr Liebe

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Sei Quing

Ich bin gerade bei Mädchenmannschaft über das Interview mit Sookee gestolpert – danke dafür – hier ein kleiner Auszug daraus, der erklärt, was es mit Quing auf sich hat:

Auf deinem gerade erschienenen Album “Quing” rappst du, dass du “Quing” für dich als Perspektive entdeckt hast. Was ist das eigentlich und wieso kann jede_r ein wenig “Quing” in seinem oder ihrem Leben brauchen?

Ob andere Menschen Quing brauchen oder nicht, kann ich nicht entscheiden, aber Quing ist als emanzipatorische Denkrichtung und subkulturell-politische Position ein Angebot an alle, die sich darin wiederfinden. HipHop beispielsweise ist durchzogen von merkwürdigen und wirkmächtigen Geschlechterbildern, die eng mit der Glorifizierung von neoliberalen Selbstinszenierungen verbunden sind. Mir erschien das immer unangemessen und verkürzt und ich hatte dringend das Bedürfnis mir im HipHop einen Raum zu schaffen, in dem ich über mich selbst verfügen kann, ohne bestehenden Vorgaben etwa über Weiblichkeitskonstruktionen nachzuhängen. Quing ist also sowas wie ein Attribut, eine Perspektive oder ein Artikulationsmodus, der es ermöglicht, sich in kulturellen und sozialen Räumen zu bewegen, ohne dabei die eigene Kritik aufzugeben oder sich aufgrund von Fremdzuschreibungen einengen zu lassen.

Bei myspace sind ein paar Tracks ihres neuen Albums zu hören. Unter anderem ProHomo , eine Kampfansage gegen homphoben Rap. Sookee ist übrigens auf dem Transgenialen CSD zu hören – am Herrmannplatz ab 14.00 Uhr (laut ihrer Site). Ich freu mich drauf – endlich mal wieder guter Rap mit intelligenten Texten!

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Weltoffenes Berlin

Nicht genug, dass sich die Haupstadt der Bundesrepublik Deutschland  zur Fussballweltmeisterschaft schon halb in die weltoffenen Farben schwarz, rot, gold gewandet hat, auch kulinarisch gibt sich Berlin kosmopolitisch.

So hat zum Beispiel die Konditorei Kühne in ihrem kleinen Café in der Mehrower Allee 28 in 12687 Berlin – Marzahn-Hellersdorf / Marzahn in Verbeugung zum gastgebenden Land Südafrika eine traditionelle Leckerei wieder auf die Karte gesetzt.

Wer Plätze reservieren möchte oder der Konditorei ein paar passende Worte zu ihrem Menü sagen möchte, kann dies unter (0 30) 99 27 22 06 gerne tun.

P.S.:  Rassisten sind Arschlöcher – überall!

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