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Über die Schwierigkeiten einer Regenbogenfamilie

Die Berliner Zeitung fällt mir diese Woche schon zum zweiten Male positiv auf.

Im Magazin der Wochenendbeilage schreibt Silke Janovsky über ein lesbisches Paar und den alltäglichen „normalen“ Wahnsinn, mit zwei Kindern eine Regenbogenfamilie zu gründen und  zu leben.

Leider sind solche Artikel immer noch notwendig, um die öffentliche Meinung zu bilden, damit gleichgeschlechtliche Paare und/oder Eltern endlich nicht mehr als aussergewöhnlich wahrgenommen werden.

Hier ein Auszug aus dem Artikel:

Schon wieder einer dieser Momente, in denen Renate und Birgit Scholz* die Welt nicht verstehen. Und die Welt sie nicht. Vor ihnen sitzt eine Frau mit knielangem Strickpulli und engen Lederhosen und redet über das Stadtgut Blankenfelde. Das alternative Wohnprojekt im Norden Berlins sucht neue Mitbewohner, gerne Familien. In das kleine Büro drängen sich Paare, die nicht mehr in der Stadt leben möchten, genau wie Renate und Birgit Scholz.

Die Fenster laufen an, während die Frau vom Gutshof ihnen die Prinzipien des Projekts erklärt: Vielfalt, Gemeinschaft, Toleranz, all das. Auf sechzigtausend Quadratmetern hat vieles Platz. Die Frau hat die Beine übereinander geschlagen, ihre aufgeschürften, klobigen Stiefel sind mit Klebeband umwickelt. Wer will, kann sich in eine Liste eintragen.

„Sie sind also Schwestern?“, fragt sie und blickt über den Rand ihrer Lesebrille zu den zwei Frauen mit den beiden Kindern auf dem Schoß. Renate Scholz schießt das Blut in den Kopf, aus Birgit Scholz‘ Gesicht weicht das Bewerberlächeln. „Wir sind ein Paar“, antwortet sie knapp.

Die Frau vom Stadtgut versteht nicht. Warum sie denselben Nachnamen tragen, will sie wissen.

„Wir sind ver-hei-ra-tet. Das sind unsere Söhne Jukka und Arthur. Wir sind eine Familie.“

Ach so. Ah ja. Na klar. Die Frau winkt ab, ist ja alles kein Problem, sagt sie, ihr Sohn sei ja auch schwul, der koche hier immer. Es macht die Situation nicht besser.

Der ganze Beitrag hier.

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